Ich mag Gedichte sehr, lese sie und spüre ihnen nach. Angefangen hat alles mit einem bekannten Gedicht, das in meinem Schulbuch stand. Heute ist es mir wieder unverhofft "über den Weg gelaufen" und mir fiel "unsere erste Begegnug" ein:
Der Panther
(im Jardin des Plantes, Paris)
SEIN Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um seine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf-.Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannter Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke
Dieses Gedicht hatte mich sofort gepackt und das, wo ich doch vorher nur angenervt war von diesen, meiner Meinung nach dämlichen Gedichtinterpretationen mit Versmaßbestimmung, Reimschema und dergleichen. Na gut, die Gedichtinterpretationen fand ich dann immer noch doof. Aber zumindest hat dieses Gedicht mich dazu bewegt, mich überhaupt, auch außerhalb der Schule, mit Lyrik auseinanderzusetzen.
Welche Gedichte, Sprüche, Zitate mögt ihr? Schreibt sie mir doch auf, ich würde mich freuen :-)
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen